Der demographische Wandel in Unternehmen
Österreichische Unternehmen müssen sich besser auf den demographischen Wandel vorbereiten.
Der Arbeitsmarkt der Zukunft wird von den Mittvierzigern beherrscht werden. 2030 werden sie den Grossteil der Beschäftigten stellen. Österreichische Betriebe haben bis jetzt noch wenig bis keine Schritte gesetzt um diesen demographischen Wandel bewältigen zu können. Es gibt noch keine altersgerechte Personal - und Arbeitspolitik.
Von der Erreichung der Lissabon - Ziele der Europäischen Union - bis 2010 die Erwerbsquote der Älteren ab 55 Jahre auf 50 Prozent zu steigern - ist man noch meilenweit entfernt. Im Jahr 2005 hat die OECD Österreich eine Beschäftigungsquote bie den 55 bis 64 - Jährigen von 28,7 Prozent bescheinigt.
Die Mehrheit der Betriebe, nämlich 86 Prozent, verfolgt bisher keine Strategie um Ältere in den Betrieb zu integrieren. 56 Prozent der Betriebe stellten einen Mangel an Arbeitsplätzen für über 50 - Jährige fest.
Die Steigerungsraten bei der Beschäftigung der über 55 - Jährigen liege im Schnitt bei rund 1.5 Prozent jährlich. Zwar liege die Beschäftigungsquote der 55 - 60 Jährigen derzeit bei knapp unter 50 Prozent, ab 60 Jahren nehme diese aber rapide ab.
Beispiele zur Lösung dieses Problems sind z.B. die Absenkung der Schichtarbeitszeit von 37 auf 34 Wochenstunden oder, wie es bei der Lebensmittelkette Adeg in zwei Geschäften praktiziert wird, nur ältere Arbeitnehmer einzustellen.
Ein wesentliches und entscheidendes Element ist aber die Aus - und Weiterbildung der Älteren. Dort müssen die Angebote und Anstrengungen der Firmen wesentlich verbessert werden.
Das Alter gestalten...
Die demographische Alterung stellt die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt vor neue Herausforderungen. Der 8. Zürcher Gerontologietag widmet sich dem Altern zwischen Wirtschaftswachstum und Sinnfindung.
Ältere Menschen sind weniger leistungsfähig und ihr Wissen hoffnungslos veraltet - oder etwas nicht? Veraltet sei höchstens dieses Altersbild, meint Prof. Eberhard Ulich, ehemalicher Direktor des Intsitutes für Arbeitspsychologie der ETH Zürich. Leider ist dieses Altersbild in den Unternehmen noch oft anzutreffen.
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