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Sprechen Sie über Ihre Wünsche

Der Tod ist ein natürlicher Teil des Lebens - aber über den Tod zu sprechen, ist für die meisten von uns nicht natürlich. Viele Menschen fühlen sich unbehaglich, wenn sie über Ihren eigenen oder den Tod von einer ihnen nahestehenden Person, nachdenken oder sprechen.

Der Schmerz, der mit dem Verlust zusammen hängt, wird nicht besser, wenn man über das Thema nicht spricht. Viele Menschen vermeiden das Thema "Tod" wegen ihrer eigenen Ängste: das Leid, die Schmerzen, die Trennung von nahestehenden Personen und das Ungewisse.  Diese Ängste halten sie davon ab, sich mit dem letzten Lebensabschnitt zu beschäftigen und diesen nach ihren Wünschen zu planen und zu gestalten.
Nicht über den Tod zu sprechen, macht es für die Hinterbliebenen schwieriger.

Warum ist es so wichtig?

Der grösste Wunsch der meissten Menschen ist, dass sie schnell und schmerzlos sterben. Aber die Tatsache ist, dass sich das Sterben bei vielen über einen längeren Zeitraum erstreckt. Deshalb ist es wichtig, über den Tod zu sprechen und diesen zu planen. Nicht nur für sich selbst, sondern besonders auch für die Angehörigen. Mit den Gesprächen und der Planung verliert der Tod etwas von seiner Ungewissheit.

Die Ängste anzuerkennen ist der erste Schritt um die Zukunft zu planen. In dem Sie über den Tod sprechen, können Sie sich absichern, dass Ihre Wünsche erfüllt werden und, dass Sie Ihr Leben bis zum Ende so leben können wie Sie wollen.

Es ist nicht einfach zu entscheiden wie Sie Ihre letzen Tage verbringen möchten. Es gibt viele Faktoren und Möglichkeiten die Ihre Pflege am Ende des Lebens beeinflussen können. Wo möchten Sie sterben? was muss ich machen um einen "guten Tod " zu haben? Wer wird mich pflegen?
Diese Fragen sprechen nur einige der offenen Punkte an, die im Zusammenhang mit der Pflege am Lebensende überlegt werden müssen.

Ein anderer Fokus ist die Frage nach der Behandlung die Sie erhalten möchten. Während sich einigen Punkte, die mit der Pflege am Ende des Lebens zusammen hängen, über die Generationen nicht geändert haben, gibt es auch neue Wege, die Entscheidungen schwieriger gestalten können. Die Gesundheitspflege hat sich in der letzten Zeit so sehr verändert.  Es gibt neue technische Möglichkeiten und Behandlungsmethoden, die die Lebenszeit über die natürliche Lebensdauer hinaus verlängern können.

Ihre Eltern verbringen neun Monate damit, sich auf Ihre Geburt vorzubereiten. Die gleiche Zeit sollten Sie darauf verwenden sich um das Ende Ihres Lebens zu kümmern.

Wie fängt man an

Das erste Gespräch sollten Sie mit sich selbst führen um herauszufinden, wie Ihre Gefühle bezüglich Ihres eigenen Todes sind.

  • Wo möchten Sie sterben? Zu Hause? In einem Hospital oder einer medizinischen Einrichtung? Möchten Sie umziehen um näher bei Ihren Verwandten, Freunden oder Angehörigen zu sein?
  • Welche Art von medizinischer Behandlung möchten Sie haben? Was soll auf keinen Fall gemacht werden?
  • Wer soll Sie versorgen?
  • Was ist für Sie ein "guter Tod" ?
  • Welche Art der Bestattung möchten Sie?
  • Wo möchten Sie bestattet werden?

Wenn Sie sich entschieden haben, was Sie möchten, legen Sie Ihre Wünsche schriftlich fest. Verfügungen sind formale Dokumente, die Ihre Wünsche beschreiben und diese festlegen. Es gibt drei Arten von Verfügungen:

  • Die Patientenverfügung. In diesem Dokument legen Sie Ihre Wünsche bezüglich der medizinischen Behandlung fest. Insbesondere zu lebensverlängernden Massnahmen wenn keine Chance auf Gesundung oder Heilung besteht.
  • Sachwalterschaft. Dies Dokument ist eine Möglichkeit der persönlichen und selbstbestimmten Vorsorge für den Fall, dass Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, Ihre eigenen Angelegenheiten zu erledigen. Sie bestimmen jemanden Ihres Vertrauens, der für Sie handelt und Entscheidungen über Ihre medizinische Behandlung fällt. Ihr Vorteil ist, dass sie nur dann Wirkungen entfaltet, wenn es tatsächlich erforderlich wird.
  • Die Organspende. In Österreich gilt die Widerspruchsregelung. Hirntote Patienten werden automatisch als Organspender angesehen, solange sie nicht ausdrücklich etwas anderes verfügt haben.